Burmilla-Katze
Wissenswertes über die Burmilla-Katze
Die Burmilla ist eine Katze und anerkannte Katzenrasse der Kategorie 3 - Kurzhaar.
Herkunft
Die Rasse Burmilla entstand 1981 in Großbritannien durch die Kreuzung zweier weiterer Katzenrassen, die sich auch im Namen widerspiegeln; einer weiblichen Burma und eines männlichen Persers mit der Fellzeichnung Chinchilla. Die Fédération Internationale Féline (FiFe) erkannte sie 1996 als eigenständige Rasse an.
Geschichte
Die Burmilla stammt aus einer Zufallsverpaarung, die vor zirka 25 Jahren in England für Aufmerksamkeit sorgte. Der erste Burmillawurf bestand aus vier Mädchen, deren Vater (Jemari Sanquist) ein Perser mit der Fellfarbe Chinchilla und Mutter eine Burmakatze (Bambino Faberge) in lilac war.
Dadurch auch der Name Burmilla aus Burma und Chinchilla.
Das Besondere war, dass die Babies - wie die Mutter - kurzes Fell hatten, jedoch das Silber des Vater geerbt haben. Lediglich die Haarspitzen waren pigmentiert.
Dieser Wurf und die entstandene Rasse zog insbesondere die Aufmerksamkeit diverser Züchter auf sich. So schlossen sich einige von ihnen zusammen und begannen in zwei Gruppen die Arbeit. Eine Gruppe konzentrierte sich auf das Fell und die Fellzeichnung, die andere Gruppe bemühte sich um die Verbesserung und Festigung des Profiles und Körperbaus. Ein besonderer Zuchtplan wurde insbesondere von dem bekannten Genetiker Roy Robinson geschrieben, an welchem sich die weitere Zucht orientierte.
Die Burmilla befindet sich in der Kategorie der Asian als Silver Shaded/Shell Variante. Sie ist jedoch die einzige Rasse aus dieser Kategorie, welche bei dem Dachverband FIFe als eigenständige Katzenrasse geführt wird.
Die Zucht in Europa begründete Birgit Nehammer, eine erfolgreiche Burmazüchterin aus Dänemark, nachdem sie 1984 von dieser Rasse erfuhr. Birgit Nehammer legte den Standard fest und auf ihr Anliegen hin wurde die Burmilla 1994 als eigenständige Rasse in der FIFe anerkannt.
Aussehen
Der Körperbau dieser Rasse ist meist kräftig, aber dennoch schlank mit stämmigen Beinen, wobei die Hinterbeine ein Stück länger als die Vorderbeine sind. Ihr Fell ist etwas länger als das der Burma und die für die Rasse anerkannten Fellfarben sind neben dem Grundtyp silberweiß der Chinchilla, das auch schattiert sein darf, noch die Farben Schwarz, Blau, sowie Braun in verschiedenen Aufhellungen (Lavendel, Beige, Zimtfarben).
Charakter
Die Burmilla ist eine ausgesprochen menschenbezogene Katzenrasse und hält sich gerne unter Artgenossen auf. Sie liebt das ausgedehnte Spielen, aber auch die Kuscheleinheiten dürfen auf keinen Fall zu kurz geraten.
Da die Burmilla ihren Ursprung in einer Burma x Chinchilla Verpaarung erfährt, beherbergt sie das charakterliche Erbe beider Rassen in einem angenehmen Verhältnis.
Die Burmilla ist sehr gesprächig, hat immer etwas zu erzählen. Sie unterhält sich ausgesprochen gerne mit uns Menschen und erwartet von uns auch eine Anwort auf ihre Bedürfnisse. Gelegentlich kommt es vor, dass ein Burmillachen keine Lust hat alleine im Bett des Schlafzimmers zu liegen, sodann wird lauthals nach Verstärkung und Kuscheleinheiten gerufen. Doch ist die Lautstärke keinesfalls vergleichbar mit dem Geschrei der Siamkatze, eher ist es wohlklingend, genauso, wie das tiefe Schnurren, in das die Burmilla verfällt, wenn Sie mit ihrer Hand durch ihr weiches, seidenes Fell gleiten.
Die Burmilla ist eine absolute Menschenkatze, die ihren Bezugspartner über alles liebt. Sie sollte besser nicht alleine gehalten werden, wenn Sie von früh bis abend außer Haus sind.
Rassestandard der Fédération Internationale Féline
| Kopf | Von mittlerer Größe. Rund, breites Gesicht, das in einem kurzen, stumpfwinkligen Dreieck ausläuft. Volle, runde Wangen. Bei den Katern stark ausgebildete Katerbäckchen.Mäulchen breit, gut entwickelt, kurz. Nase mit leichter Einbuchtung am Ansatz. |
| Ohren | Mittlere Form. Breit am Ansatz, abgerundet an den Enden, weit auseinander stehend, aufgestellt, mit leichter Neigung nach vorn. Innen kurze, spärliche Behaarung. |
| Augen | Groß, weit auseinander stehend, leicht schräg. Öffnung halbmondförmig, in entsprechender Farbe umrandet. Alle Grüntöne werden akzeptiert, wobei ein leuchtendes Grün den Vorzug erhält. Eine Spur Gelb ist bei Kätzchen und bei jungen Katzen bis zum Alter von etwa 2 Jahren zulässig. Für die Fellfarben Rot, Creme und Tortie ist die Augenfarbe Bernstein zulässig. |
| Hals | Kurz, gut entwickelt. |
| Schwanz | Halblang oder lang, von mittlerer Dicke, sich verjüngend und in einer abgerundeten Spitze auslaufend. |
| Körper |
Recht kompakt. Breite, gerundete Brust. Schultern und Hüften in gleicher Breite. Hinterhand höher als Vorderhand. Knochenbau sehr stabil. Kräftige Muskulatur. Beine: Hinterbeine geringfügig länger als Vorderbeine. Gute Knochenstruktur. Robuste Muskulatur. Pfoten von mittlerer Größe, rund, oval. |
| Fell |
Kurze Haare (etwas länger als bei den Burmesen), fein, sehr glänzend, seidig, Unterwolle gerade ausreichend, um etwas Fülle zu verleihen. Fellfarbe: Charakteristisch für Tipping (nur die Haarspitze ist gefärbt), nuanciert durch silberweiße Unterwolle.Grundfarbe Silver oder Golden, dazu die Haarspitze: Zobelfarben, blau, schokoladenbraun, lila, rot, creme...Der Rücken, die Maske und der Schwanz sind dunkler als der Bauch. |
