Basset artésien normand

Basset fauve de Bretagne

Basset bleu de Gascogne

Wissenswertes über den Basset bleu de Gascogne

Der Basset bleu de Gascogne ist eine von der FCI (Nr 35, Gr. 6, Sek. 1.3) anerkannte französische Hunderasse

Herkunft und Geschichtliches
Der Namensgeber vom Basset bleu de Gascogne ist die Provinz Gascogne im Südwesten Frankreichs. Schon lange wurde diese Hundetyp hier gezüchtet. Die französische Revolution überlebte die Rasse in 3 Größen: Grand Chien, Briquet und Basset. Um 1910 nahm sich Monsieur Bourbon dieser Rasse an und rettete sie vor dem Verschwinden. Zur Stabilisierung kreutzte er Reste von Bassets Saintongeois mit Grands Bleus. Das heutige Aussehen, die heutige Größe wurde durch gezielte Selektion erreicht. Leider hat es dieser Basset heute noch schwer trotz seiner Qualitäten ein breite Anerkennung zu finden, und dass, obwohl ihm die beste Nase unter den Bassets nachgesagt wird, von der prachtvollen Farbe und dem wohlklingenden Spurlaut (Geläut) ganz zu schweigen. Liebhaber hat er aber doch, wird sie immer finden: Sie schätzen die sanfte, ruhige Art, die gewissenhafte Arbeit bei der Jagd auf Hase und Kaninchen.

Beschreibung
Ein Basset bleu de Gascogne sollte recht korpulent, ca. 38 cm groß, jedoch nicht zu schwer sein. Das Haar ist kurz und mitteldick und dicht. Farblich sollte der Basset bleu de Gascogne vollständig schwarz-weiß getüpfelt sein. Dies verleiht ihm einen schieferblauen Schimmer, mit oder ohne mehr oder minder ausgedehnten schwarzen Platten. Die Ohren sind dünn, gefaltet und enden spitz, nach vorne gelegt sollten sie über die Nasenspitze hinaus reichen. Der Basset bleu de Gascogne ist ein Jagdhund für Niederwild. Er wird sowohl für die Einzeljagd als auch in der Meute eingesetzt.

FCI-Standard Nr. 35

Patronat   Frankreich 
Klassifikation FCI   Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen; Sektion 1.3: Kleine Laufhunde 
Rassenamen laut FCI   Basset bleu de Gascogne (Blauer Basset der Gascogne) 
Andere Namen    
Widerristhöhe   34 bis 38 cm 
Gewicht    

Rassebeschreibung durch den FCI

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 24. 01. 1996.

VERWENDUNG: Hund für die Flintenjagd; manchmal auch für die Hetzjagd eingesetzt; er arbeitet alleine ebenso gut wie in der Meute; sein bevorzugtes Wild sind Kaninchen und Hase.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Die Rasse wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von einigen Jägern aus dem Westen wiederbelebt; von da an erlebte die Rasse eine konstante Entwicklung sowohl im Hinblick auf die nötige Verbesserung im Körperbau wie auch in der Bewahrung der Qualitäten der sog. Hunde „des Südens“.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Ein sehr typischer Basset, der die grosse Rasse gut vertritt, deren Abkömmling er ist; recht korpulent, jedoch nicht zu schwer.

WICHTIGE PROPORTIONEN:
Körpergrösse / Körperlänge ungefähr 5/8.
Brusttiefe / Körpergrösse ungefähr 2/3.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Sehr feine Nase; aktiv, flink und energisch; gründlich in seiner Art zu jagen; heulende Stimme; ordnet sich perfekt in die Meute ein. Anschmiegsamer und fröhlicher Hund mit dem Bedürfnis, sich auszutoben.

KOPF:
OBERKOPF:
Schädel: Von vorn betrachtet leicht gewölbt und nicht zu breit; der Hinterhaupthöcker ist betont; von oben betrachtet ist der hintere Teil des Schädels spitzbogig; die Stirn ist ausgefüllt.
Stop: Wenig betont.
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Schwarz; breit; Nasenlöcher gut geöffnet.
Fang: Von gleicher Länge wie der Schädel; kräftig; Nasenrücken leicht gewölbt.
Lefzen: Ziemliche Hängelefzen, den Unterkiefer gut bedeckend; sie verleihen dem Vorderteil des Fangs ein quadratisches Profil; der Lefzenschluss ist gut ausgeprägt, aber nicht lose.
Kiefer / Zähne: Scherenschluss; die Schneidezähne stehen gut rechtwinklig zum Kiefer.
Backen: Trocken; die Haut kann dort eine oder zwei Falten bilden.
Augen: Oval; scheinbar tiefliegend; braun; sanfter, ein wenig trauriger Ausdruck.
Behang: Ein wesentliches Merkmal des Bleu: er ist dünn, gefaltet, endet spitz und muss über die Nasenspitze reichen können; der Behang ist am Ansatz schmal; dieser liegt deutlich unterhalb der Augenlinie.

HALS: Recht lang, ein wenig gebogen; ohne übermässig entwickelte Wamme.

KÖRPER:
Rücken: Langgestreckt; sehr fest.
Lenden: Kurz; gut gefügt; manchmal gewölbt.
Kruppe: Leicht schräg.
Brust: Breit; in der Länge gut entwickelt; sie reicht über den Ellenbogen hinab; das Brustbein ist vorn ziemlich hervortretend und gut nach hinten verlängert. Rippen ziemlich gerundet.
Untere Profillinie und Bauch: Ziemlich straff.

RUTE: Kräftiger Ansatz; als Säbelrute getragen; manchmal gegen das Rutenende hin rundum einige etwas längere und gröbere, ährenartig abstehende Haare aufweisend; in Ruhestellung muss ihr Ende den Boden knapp erreichen.

GLIEDMASSEN
VORDERHAND: Kräftig; eine leichte Drehung kann bis hin zur Halbdrehung toleriert werden.
Schultern: Muskulös; nicht schwer; schräg.
Ellenbogen: Gut am Körper anliegend.
HINTERHAND:
Allgemeines: Von hinten betrachtet verläuft eine vom Sitzbeinhöcker aus zu fällende Vertikale durch die Mitte von Oberschenkel, Sprunggelenk, Hintermittelfuss und Pfote.
Oberschenkel: Lang und muskulös.
Sprunggelenk: Breit; leicht gewinkelt, recht tief angesetzt.
Hintermittelfuss: Kurz und kräftig.

PFOTEN: Von der Form eines leicht gestreckten Ovals; Zehen trocken und eng aneinanderliegend; Ballen und Krallen schwarz.

GANGWERK: Gleichmässig und ziemlich leichtfüssig.

HAUT: Nicht zu dünn; weich; schwarz oder stark mit schwarzen Flecken marmoriert, niemals völlig weiss; Schleimhäute (haarlose Zonen) schwarz.

HAARKLEID
HAAR: Kurz; mitteldick; dicht.
FARBE: Vollständig (schwarz-weiss) getüpfelt, was einen schieferblauen Schimmer verleiht; mit oder ohne mehr oder minder ausgedehnten schwarzen Platten. Jede Kopfseite trägt im allgemeinen zwei schwarze Flecken, die den Behang bedecken, die Augen einfassen und auf den Backen enden. Auf dem Schädeldach fliessen sie nicht zusammen, sondern lassen einen weissen Zwischenraum, in dessen Mitte sich häufig ein kleiner, ovaler, schwarzer Fleck befindet; dies ist typisch für die Rasse. Zwei mehr oder weniger intensiv lohfarbene Abzeichen finden sich über den Augenbrauen als Vieräugelfleck. Spuren von Lohfarbe finden sich ebenso auf den Backen, den Lefzen, auf der Innenseite des Behangs, auf den Gliedmassen und unter der Rute.

GRÖSSE:
Widerristhöhe: Rüde und Hündin 34 –38 cm.

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Kopf:
Schädel zu breit oder flach.
Rundes, kugelförmiges Auge.
Hochangesetzter, breiter, dicker, runder Behang.
Hals:
Kurzer Hals.
Körper:
Lang; weicher Rücken; fehlende Substanz.
Eingezogener Schwertfortsatz.
Flache Rippen.
Rute:
Seitwärts getragen.
Vorderhand:
Steile Schulter.
Ausgedrehte Ellenbogen.
Nach aussen verdrehter Vordermittelfuss; Fusswurzelgelenke über knickend.
Durchgetretene Pfoten.
Hinterhand:
Von hinten gesehen kuhhessige oder fassbeinige Stellung.
Haar:
Kurz und dünn.
Farbe:
Zu blasse Abzeichen.
Wesen:
Furchtsamer Hund.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
Ängstlicher oder aggressiver Hund.
Schwere anatomische Missbildungen.
Augenfällige, den Gebrauch beeinträchtigende Mängel.
Mangel an Typ.
Vor- oder Rückbiss.
Helles Auge.
Zu langer Körper.
Deformation der Rippen, fehlender Schwertfortsatz.
Verdrehte Vordergliedmassen.
Jedes von der Standardbeschreibung abweichende Haarkleid.