Australien Terrier

Bakharwal

Azawakh

Wissenswertes über den Azawakh

Der Azawakh ist eine von der FCI (Nr 307, Gr. 10, Sek. 3) anerkannte afrikanische Windhunderasse
Herkunft und Geschichtliches
Azawakh, auch Tuareg-Windhund bzw. Berber-Windhund genannt, ist eine Hunderasse, die von den Nomaden Nordafrikas als Jagd-, Wach- und Schutzhund gehalten wird. Die Bezeichnung Azawakh wählte die internationale Zuchtorganisation FCI, um die Herkunft des Hundes zu betonen, das Azawakhtal im nördlichen Afrika. Bei den Tuareg hat er den Namen Oska, der für besonders selektierte und edle Windhunde steht.

Beschreibung
Den eleganten Eindruck den der Azawakh-Windhund vermittelt, resultiert aus seinem schmalen und feingliedrigen Körperbau. Dies wird durch sein eigenständiges und resolutes Wesen noch unterstrichen. Im Verhältnis zur gesamten Körperlänge sind die Gliedmaßen relativ lang, was ihn entsprechend hochläufig erscheinen lässt. Durch die kargen und vom Wassermangel gekennzeichneten Lebensverhältnisse der Menschen in seinem ursprünglichen Herkunftsgebiet, haben die Hunde meist einen Ernährungszustand, bei dem sich die Skelettstruktur und Muskulatur deutlich unter dem trockenen bis pergamentenen Bindegewebe abzeichnet. Leider wurde durch die europäischen Zuchtorganisationen dieses Merkmal im Standard explizit erwähnt. So können normal ernährte Hunde bei Ausstellungen oft keine vorderen Plätze erreichen. Oft wird der Azawakh mit dem Sloughi verwechselt, was nicht nur an den ähnlichen Umweltbedingungen in den Ursprungsgebieten der Hunde liegt, sondern auch durch Einkreuzungen beider Rassen erfolgte.

Dieser typische Windhund hat eine Widerristhöhe bei Rüden von 64 und 74 cm bei Hündinnen sind es 60 und 70 cm bei einem Gewicht von bis 25 kg (Rüden 20 bis 25 kg, Hündinnen 15 bis 20 kg). Das Haar ist kurz, dünn, am Bauch bis zur Haarlosigkeit reduziert, in den Farben rot, sand, gestromt. Die Scheckung ist auf die Gliedmaßen beschränkt. Alle Farbnuancen, vom hellen Sandfarben bis zum dunklen Fauve, sind zulässig. Der Kopf kann eine schwarze Maske zeigen oder auch nicht, und die Blesse zeigt sich sehr unregelmäßig. Zur Farbausstattung gehört ein weißer Brustfleck. Alle vier Gliedmaßen sollten weiße «Stiefel» aufweisen. Schwarze Stromung ist zugelassen. Die Haut ist dünn, und am gesamten Körper straff anliegend. Der Kopf ist windhundtypisch lang, fein, trocken, ziseliert, ziemlich schmal, die Ohren ziemlich hoch angesetzt, dünn, immer herabhängend und flach, mit ziemlich breiter Basis und am Schädel anliegend. Sie haben die Form eines Dreiecks mit leicht abgerundeter Spitze. Die Rute ist tief angesetzt, lang, dünn, trocken und schlank auslaufend. Sie ist vom gleichen Haar wie der Körper bedeckt und trägt an der Spitze einen weißen Pinsel.

Elegant wirkt der Gang: immer sehr geschmeidig, vor allem im Trab und Schritt mit hoher Aktion der Läufe, sprunghafter Galopp. Der Azawakh vermittelt sehr den Eindruck von Leichtigkeit und Elastizität.

FCI-Standard Nr. 307

Patronat   Frankreich 
Klassifikation FCI   * Gruppe 10: Windhunde, Sekion 3: Kurzhaarige Windunde, ohne Arbeitsprüfung, Verwendung: Jagd auf Sicht 
Rassenamen laut FCI   Azawakh 
Andere Namen    
Widerristhöhe    
Gewicht    

Rassebeschreibung durch den FCI

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 22. 08. 1994.

VERWENDUNG: Jagd auf Sicht. Die Nomaden sahen in ihm zudem Prunktier und Gefährte.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Es handelt sich hierbei um einen afrikanischen Windhund afro-asiatischen Modells, der in Europa gegen 1970 erschien. Er stammt aus dem Becken des mittleren Niger, u.a. aus dem Tal des Azawakh. Seit Hunderten von Jahren ist er der Begleiter von Nomaden der Süd-Sahara.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Besonders hochläufig und elegant, vermittelt der Azawakh-Windhund insgesamt den Eindruck hohen Adels. Knochengerüst und Muskulatur bleiben unter dünnem und trockenem Bindegewebe sichtbar. Dieser Windhund ist hochläufig, und sein Körper läbt sich mit einem hochgestellten Rechteck umschreiben.

WICHTIGE PROPORTIONEN:
Körperlänge / Widerristhöhe: 9: 10.
Bei Hündinnen kann dieses Verhältnis leicht überschritten werden.
Brusttiefe / Widerristhöhe: etwa 4: 10.
Fanglänge / Kopflänge: 1: 2.
Schädelbreite / Kopflänge: 4: 10.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Lebhaft, aufmerksam, distanziert; Fremden gegenüber ist er reserviert, manchmal sogar unnahbar, aber er kann zu Leuten, die er anzunehmen geruht, sanft und liebevoll sein.

KOPF: Er ist lang, fein, trocken, ziseliert, ziemlich schmal, dabei ohne Übermab.
OBERKOPF
Schädel: Er ist nahezu flach, eher länglich. Die Schädelbreite mub deutlich weniger als die halbe Kopflänge betragen. Die oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang verlaufen oft nach vorn leicht divergent. Augenbrauenbogen und Stirnfurche sind wenig ausgeprägt. Der Hinterhauptkamm hingegen tritt deutlich hervor, und der Hinterhaupthöcker ist ausgeprägt.
Stop: Sehr wenig ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL
Nasenschwamm: Die Nasenlöcher sind gut geöffnet. Der Nasenschwamm ist schwarz oder braun.
Fang: Lang, gerade, nach vorne ohne Übertreibung sich verjüngend.
Kiefer / Zähne: Kiefer lang und kräftig. Scherengebib.
Backen: Flach.
Augen: Mandelförmig, ziemlich grob. Ihre Farbe ist dunkel oder bernsteinfarben. Die Lider sind pigmentiert.
Ohren: Ziemlich hoch angesetzt. Sie sind dünn, immer herabhängend und flach, mit ziemlich breiter Basis, am Schädel anliegend, niemals ein « Rosenohr ». Sie haben die Form eines Dreiecks mit leicht abgerundeter Spitze. Ihre Basis richtet sich beim aufmerksamen Windhund auf.

HALS: Gut abgesetzt, lang, dünn und muskulös, leicht gebogen. Die Haut ist dünn und bildet keine Wamme.

KÖRPER
Obere Profillinie: Nahezu gerade verlaufend, horizontal oder zur Hüfte hin leicht ansteigend.
Widerrist: Gut hervortretend.
Lenden: Kurz, trocken und oft leicht gewölbt.
Hüfthöcker: Deutlich hervortretend und stets auf gleicher Höhe mit dem Widerrist oder höher liegend.
Kruppe: Schräg, aber nicht zu stark abfallend.
Vorbrust: Nicht sehr breit.
Brust: Von gut entwickelter Länge, tief, jedoch nie bis zu den Ellenbogen hinabreichend. Sie ist nicht sehr breit, mub aber für das Herz genügend Volumen bieten; deshalb darf sich der Brustkorb gegen das Sternum hin nicht plötzlich verengen.
Rippen: Lang, sichtbar, leicht und regelmäbig bis zum Brustbein hin gerundet.
Untere Profillinie und Bauch: Der Brustbeinbogen ist betont und geht ohne Unterbruch in den bis sehr hoch unter die Lendenwölbung aufgezogenen Bauch über.

RUTE: Tief angesetzt, lang, dünn, trocken und schlank auslaufend. Sie ist vom gleichen Haar wie der Körper bedeckt und trägt an der Spitze einen weiben Pinsel. Sie ist herabhängend mit leicht aufgebogener Spitze; wenn der Hund erregt ist, kann sie über der Horizontalen getragen werden.

GLIEDMASSEN
VORDERHAND:
Allgemeines: Lang, dünn, fast völlig senkrecht. Absolut gerade und senkrecht gestellt.
Schultern: Lang, trocken bemuskelt und, im Profil betrachtet, wenig schräg gestellt. Der Winkel Schulterblatt-Oberarmknochen ist sehr offen (ungefähr 130°).
Vorderpfoten: Von rundlicher Form, mit dünnen, engstehenden Zehen; die Ballen sind pigmentiert.

HINTERHAND:
Allgemeines: Lang und trocken. Absolut gerade und senkrecht.
Oberschenkel: Lang, mit hervortretender, trockener Bemuskelung. Der Winkel Hüftbein-Oberschenkelknochen ist sehr offen (ungefähr 130°).
Kniegelenk: Der Winkel Oberschenkelknochen-Schienbein ist sehr offen (ungefähr 145°).
Hintermittelfub: Fubwurzel und Hintermittelfub sind gerade und trocken, ohne Afterkrallen.
Hinterpfoten: Von rundlicher Form. Die Ballen sind pigmentiert.

GANGWERK: Immer sehr geschmeidig, vor allem im Trab und Schritt mit hoher Aktion der Läufe. Sprunghafter Galopp. Der Azawakh vermittelt sehr den Eindruck von Leichtigkeit und Elastizität. Der Bewegung kommt bei dieser Rasse essentielle Bedeutung zu.

HAUT: Dünn, am gesamten Körper straff anliegend.

HAARKLEID
HAAR: Kurz, dünn, am Bauch bis zur Haarlosigkeit reduziert.

FARBE: Lohfarben; die Scheckung ist auf die Gliedmaben beschränkt. Alle Farbnuancen vom hellen Sandfarben bis zum dunklen Fauve sind zulässig. Der Kopf kann eine schwarze Maske zeigen oder auch nicht, und die Blesse zeigt sich sehr unregelmäbig. Zur Farbausstattung gehört ein weiber Brustfleck und ein weiber Pinsel an der Rutenspitze. Alle vier Gliedmaben müssen weibe « Stiefel » aufweisen, zumindest müssen an den Pfoten Spuren von Weib vorhanden sein. Schwarze Stromung ist zugelassen.

GRÖSSE UND GEWICHT:
Widerristhöhe: Rüden Zwischen 64 und 74 cm., Hündinnen: Zwischen 60 und 70 cm., Gewicht: Rüden: Ungefähr 20 bis 25 kg, Hündinnen:Ungefähr 15 bis 20 kg.

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Allgemeine Erscheinung: Schwer.
Schädel zu breit.
Betonter Stop.
Körper zu lang.
Hüfthöcker deutlich tiefer liegend als der Widerrist.
Starke Depigmentierung des Nasenschwammes.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
Mangel an Typ (insbesondere, wenn dies auf eine jüngst erfolgte Kreuzung mit einer anderen Rasse hinweist).
Nicht unfallbedingte, starke anatomische Mibbildung.
Nicht erworbene, zur Invalidität führende Anomalie.
Jeder erkennbare erhebliche Mangel.
Vor- oder Rückbib.
Helles Auge, sog. Raubvogelauge.
Rippen, die im unteren Brustbereich nach innen gewölbt sind, so dab die Brust das Aussehen eines « Geigenkastens » annimmt.
Nicht standardgerechtes Haarkleid.
Drahthaar oder halblanges Haar.
Fehlen von irgendwelchen weiben Abzeichen an einer oder mehreren Gliedmaben.
Abweichung in der Gröbe um mehr als 3 cm von der Standardnorm.
Panisch-ängstliches oder bis zum Angriff aggressives Wesen.