Anglo-Francais de petite venerie
Wissenswertes: Anglo-Francais de petite venerie
Der Anglo-Français de petite vénerie ist eine von der FCI (Nr 352, Gr. 6, Sek. 1) anerkannte Hunderasse aus Frankreich.
Name
Die "Petite vénerie" ist die "Kleine oder Niedere Jagd". Frei übersetzt heißt Anglo-Français de petite vénerie also: „... für die kleine Jagd“.
Herkunft und Geschichtliches
Die Rasse entstand aus zahlreichen Kreuzungen, so wurden z.B. Beagle mit Harriern, Petit bleu de Gascogne mit Beagle und Briquet oder Poitevin mit Bleu de Gascogne und Porcelaine gekreuzt. Alle Exemplare waren relativ klein, hatten englisches und französisches Laufhunde-Blut und waren gute Hasenjäger. 1957 erfolgte in Frankreich eine erste Anerkennung der Rasse. Der ausgearbeitete Standard verlangte jedoch eine saubere Trennung zwischen Beagle und Anglo-Français. Dadurch wurde die Rasse vereinheitlicht, sodass sie 1978 auch von der FCI anerkannt wurde.
Beschreibung
Der Anglo-Français de petite vénerie ist ein typisch französischer Jagdhund - ein Laufhund für die Niederwildjagd, in dem auch englisches Blut fließt. Die Widerristhöhe beträgt 48-56 cm, plus minus 2 cm. Das Haar ist jagdhundtypisch kurz, glatt und dicht. Der Rücken des Hundes ist fest und gerade. Die Brust ist tief, mindestens bis zum Ellenbogen reichend und der Bauch ist ziemlich „voll“ und ein wenig aufgezogen. Der Kopf ist gut gerundet. Die Ohren sind unter der Augenlinie schmal angesetzt, weich, leicht eingedreht, mittelmäßig breit und mindestens bis auf zwei Finger breit an den Nasenschwammansatz reichend. Die Augen liegen recht tief, die Schnauze läuft spitz zu.
Der Anglo-Français de petite vénerie wird in drei Farbschlägen gezüchtet. Am häufigsten sind die Tricolors, daneben gibt es schwarz-weiße und weiß-orange Exemplare.
Wesen
Der Anglo-Français de petite vénerie ist ein zurückhaltender, arbeitswilliger Hund, welcher sich sowohl als Jagd- als auch als Begleithund leicht führen lässt.
Verwendung
Der Anglo-Français de petite vénerie wurde ursprünglich für die Hasenjagd eingesetzt, heute verwendet man ihn auch bei der Kaninchen-, Reh- und Fuchsjagd. Seltener findet man ihn auch bei der Wildschweinjagd. Er jagt spurlaut und ausdauernd.
FCI-Standard Nr. 325
| Patronat | Frankreich |
| Klassifikation FCI |
* Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen * Sektion 1: Laufhunde |
| Rassenamen laut FCI | Anglo-Francais de petite vnerie |
| Andere Namen | |
| Widerristhöhe | 46 - 56 cm, plus minus 2 cm. |
| Gewicht | Rüde 13,5–20,5 kg, Hündin 11,5–18 kg |
Rassebeschreibung durch den FCI
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 26. 01. 1983.
VERWENDUNG: Laufhund für die Niederwildjagd.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Ausgeglichener, kräftig, aber ohne Schwere gebauter Hund; seine Konturen gleichen denen der etablierten französischen Meutehunde.
KOPF: Länglich; nicht zu breit; Hinterhaupthöcker wenig betont.
OBERKOPF:
Schädel: Leicht konvex, jedoch nicht gewölbt.
Stop: Wenig ausgeprägt.
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Gut pigmentiert; gut geöffnete Nasenlöcher.
Fang: Mittellang; er erscheint leicht spitz; Nasenrücken gerade oder leicht gebogen.
Lefzen: Die Oberlefze bedeckt die untere.
Augen: Gross; braun; von sanftem, aber lebhaftem Ausdruck.
Behang: Unter der Augenlinie schmal angesetzt; weich; leicht eingedreht; mittelmässig breit und mindestens bis auf zwei Fingerbreit an den Nasenschwammansatz reichend.
HALS: Schlank; ohne Wamme.
KÖRPER:
Rücken: Fest und gerade.
Lenden: Recht kurz und muskulös.
Kruppe: Leicht schräg und recht lang.
Brust: Tief, mindestens bis zum Ellenbogen reichend; gut entwickelt. Rippen lang, mittelmässig gewölbt.
Untere Profillinie und Bauch: Ziemlich voll; ein wenig aufgezogen, aber nicht windhundartig.
RUTE: Mittellang, recht dünn; gut in der Verlängerung der Lendenlinie angesetzt; reich behaart, nie gegen das Rutenende hin rundum einige längere und gröbere, ährenartig abstehende Haare aufweisend.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND: Ausreichend kräftig, breit und in der Seitenansicht gerade.
Schultern: Schulterblatt lang, flach und schräg; gut an der Brust anliegend.
HINTERHAND:
Oberschenkel: Muskulös, gut herabreichend.
Sprunggelenk: Leicht gewinkelt, tief angesetzt.
PFOTEN: Trocken, Zehen eng aneinanderliegend.
HAUT: Dünn, ohne Falten; Gewebe straff.
HAARKLEID
HAAR: Kurz, dicht und glatt.
FARBE:
Dreifarbig: weiss und schwarz mit lebhaft lohfarbenen Abzeichen, schwarzer Nasenschwamm.
Weiss und schwarz mit blassen lohfarbenen Abzeichen, schwarzer Nasenschwamm.
Zweifarbig: weiss und orange, tabakfarbener Nasenschwamm.
GRÖSSE:
Widerristhöhe: 48 - 56 cm.
Mit einer Toleranz von 2 cm nach unten und oben bei hervorragenden Hunden.
FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Insgesamt gesehen, alle bei Laufhunden auftretende Fehler.
Zu kurzer oder zu breiter Kopf.
Rundlicher Schädel.
Fleckige Depigmentation des Nasenschwammes.
Viereckiger Fang.
Vor-und Rückbiss.
Zu stark betonte Lefzen.
Vorstehende Augen, helle Augen.
Hochangesetzter, breiter, kurzer oder zu flacher Behang.
Zu kurzer Hals; Wamme.
Zylindrischer Körper.
Überladene Schultern.
Rute dick, kurz, gegen das Rutenende hin rundum einige längere und gröbere, ährenartig abstehende Haare aufweisend.
Haut lose.
N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
